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Die Upload-Error-Hölle der Self-Publisher

  • Autorenbild: Daniel J. Timpe
    Daniel J. Timpe
  • 31. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Also, wer sich traut, ein Buch zu schreiben, und es dann auch noch allein veröffentlichen will, der muss gewisse Dinge beachten.

 

Zum einen sei da die Wahl der Vertriebspartner. Tolino, Epubli oder lieber Amazon?

Dann die Frage, was für ein Buch es werden soll.

E-Book, Hardcover oder Taschenbuch?

 

Hat man sich erst einmal entschieden, geht es dann aber auch schon los.

Grafiken müssen designt werden, Hintergründe gemalt und Schriftarten wollen ausgesucht werden.

Allein der letzte Punkt treibt manchen schon halb in den Wahnsinn. Unglaublich, wie viele freie Schriftarten der Markt zu bieten hat. Und die wollen dann auch noch angepasst werden – etwas Schlagschatten hier, etwas mehr Kontrast da und ein sanfter Rand drumherum. Und für sowas braucht man ein gutes Programm. Ich empfehle hier GIMP in seiner aktuellen Version.

Die Grafiken designt man heutzutage mithilfe von KIs wie Canva oder ChatGPT. Es ist für beide ein Lernprozess, hier die richtigen Kommandos zu finden, um am Ende ein gutes Resultat zu erzielen. Gedankenlesen können sie noch nicht.

 

Tipp: 

ChatGPT die Daten zu einem Buchcover geben und Hilfslinien für GIMP berechnen lassen. Das ist Eure erste und eine äußerst wichtige Aufgabe. Sie dienen als Sicherheitsabstand zum Rand und des Weiteren zum bequemen Andocken daran.

è Denkt daran, dass ihr die Millimeter in Pixel umrechnen müsst – sagt das Eurer KI.

 

Wenn Ihr dann alles schön arrangiert habt und meint, es sei fertig zum Druck, kommen erst die richtigen Probleme.

 

Transparente Stellen im Textdokument, Bilder mit weniger als 300 dpi, nicht genügend Abstand zum Rand – oder der Klassiker: Trim- und BleedBox werden nicht gefunden.

Viele kennen diese Probleme beim Upload zu Tolino oder Epubli zur Genüge und auch ich kann ein trauriges Lied davon singen.

 

Tipp:

Euer fertiges Cover mit Scribus weiterbearbeiten. Fragt Eure KI um Rat, hier werden die BleedBox und die TrimBox gesetzt und das Ganze als PDF/X abgespeichert. (Farbprofil aktivieren – nicht vergessen!)

 

Aber auch schon allein der Upload des Textes als PDF kann einen vor rätselhafte Probleme stellen.

Zu kleine Auflösung der Grafiken – obwohl gar keine enthalten sind. Ominöse transparente Stellen im Text und der Klassiker hier: die falsche Größe im Layout.


 

Am besten ein neues, sauberes, digitales Blatt nehmen und Kapitel für Kapitel hineinkopieren (ursprüngliche Formatierung hierbei beibehalten), dann verschwinden diverse Warnungen schon mal.

 

Wer nicht programmieren kann und es nicht lernen will, dem sei gesagt, dass jetzt Adobe Acrobat Pro das Programm der Wahl ist.

Keine Angst, die bieten eine 7-tägige Testphase an – kostet also nichts und die Arbeiten sind in wenigen Minuten erledigt. Vergesst nur nicht, Euch danach wieder von dem Abo abzumelden, sonst zahlt ihr nach der Testphase teuer Geld.

 

In Adobe das PDF auf die richtige Größe bringen und auch hier die Trim- und BleedBox hinzufügen, was ein Leichtes mit diesem Programm ist.

 

Und siehe da, schon klappt der Upload.

In Euren Schaffenspausen könnt Ihr Euch prima um Design, Marketing und all die kleinen Stolpersteine kümmern, die Euch begegnen werden.

 

Wichtig ist nur eins: Niemals aufgeben!

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